ASV "Untere Nied" Siersburg e.V.

Die Nied

Die Nied ist mit einem Wassereinzugsgebiet von 1338 qkm der zweitgrößte Nebenfluss der Saar.

Sie besitzt zwei Quellflüsse; die „Nied allemande“ und die „Nied française“.

Beide vereinigen sich bei Condé zur eigentlichen Nied und nach einer Lauflänge von 116 km mündet sie oberhalb von Fremersdorf in die Saar. Die größten Nebenflüsse auf deutschem Gebiet sind der Ihner Bach, der Ohlingsbach, der Metzerbach und die Remel.

Obwohl jahrelang die Abwässer direkt in die Nied geleitet wurden (dies ist seit 1995 nicht mehr so), weist die Nied heute durchgehend eine Wasserqualität der Güteklasse II auf. Sie ist also nur mäßig verunreinigt und zeichnet sich das ganze Jahr über durch eine gute Sauerstoffversorgung auf, was auch die regelmäßig durchgeführten Messungen unserer Vereinsgewässerwarte bestätigen.

Die Eignung der Nied als Badegewässer muss ungeachtet der sonst guten Wasserqualität gesondert betrachtet werden. In den letzten Jahren mussten immer wieder Badeverbote wegen zu hoher Keimbelastung ausgesprochen werden. Dies hat jedoch keine Auswirkungen auf die Qualität der Fische oder die sonstige Lebewelt der Nied. Neben zahlreichen Fischarten zeichnet sich die Nied durch eine arten- und individuenreiche Flora und Fauna aus.

Seit jeher gehört die Nied zu den fischreichsten Gewässern unseres Landes.

Die Nied fungiert aber nicht nur als attraktives Fischgewässer, man nutzte ihre Wasserkraft auch zum Betreiben zahlreicher Mühlen. Diese Anlagen sind heute noch vorhanden, so in Hemmersdorf, Siersburg und Eimersdorf. Um die Wasserkraft effektiv zu nutzen, wurden Mühlwehre angelegt. Diese sind aber für Fische nicht oder nur teilweise passierbar. Zur Entschärfung dieser Fischwechselhindernisse wurden 1999/2000 drei Rauhrampen (Niedmündung, Eimersdorf, Siersburg) gebaut.

Momentan beherbergt die Nied 26 Fischarten. Diese Zahl alleine ist bereits ein Hinweis dafür, wie gut die Lebensqualität im Gewässerökosystem Nied ist. Hierbei handelt sich fast ausschließlich um standortgerechte Arten. Der ständige Wechsel zwischen schnell und langsam fließenden Passagen ermöglicht aber andererseits einer sehr breiten Palette von Fischarten mit unterschiedlichen Ansprüchen ein sehr enges Nebeneinander. So beherbergt die Nied in ihren Fließstrecken besonders gut an die Strömung angepasste Arten wie Bachforelle, Barbe und Mühlkoppe und in den  Staubereichen typische Stillwasserfische wie Brasse, Karpfen und Schleie.

Aus Gründen der gestiegenen Erfordernisse des Naturschutzes im Niedtal ist das Befahren der Nied mit Booten jahreszeitlich (15. März bis 30. Juni) eingeschränkt sowie bei Unterschreiten eines Niedrigwasserstandes von 30 Zentimetern untersagt.